| Zeitraum |
Ereignis |
| 914 |
Erste urkundliche
Erwähnung Steinfurths in einer Schenkungsurkunde König Konrads 1. an die Kirche zu
Weilburg. |
| 1048-58 |
Steinfurth wird im
Rahmen einer umfangreichen Schenkung des Grafen Hecil an die Abtei Fulda genannt. |
| 1204 |
Cuno von Münzenberg
wird von Bischof Luitpold mit einem Gut in Steinfurth belehnt, welches kurz zuvor
Erzbischof Konrad erworben hatte. |
| 1270 |
Bei der Teilung der
Erbschaft Münzenberg verzichtet Werner von Falkenstein zugonsten seines Bruders auf die
Gerichtsrechte über die "Leute" in Steinfurth und Rockenberg. |
| 1293 |
Wykenandus, plebanus
(Geistlicher, Pfarrer) in Steinfurth ist mit anderen Geistlichen Zeuge in einer Urkunde
von Erwin dictus Leo. |
| 1301 |
Die Löw werden
erstmalig in Verbindung mit Steinfurth genannt: "Erwinus dictus Leo de Stenford" |
| 1311 |
Die Brüder Erwin und
Giselbert Löw trugen ihren Anteil der Gerichtsbarkeit sowie Fischereirechte dem
Erzbischof von Mainz zu lehen auf, um den Mainzer den Verlust des Lehnsguts in Selters
auszugleichen, welches die Löw verkaufen wollten. Beide Brüder werden daraufhin mit
diesen Rechten vom Erzbischof Peter von Mainz belehnt. |
| 1321 |
Erwin von Löw werden
Weinberge zu Steinfurth vom Kloster Arnsburg gegen eine bestimmte Abgabe Wein übertragen. |
| 1328 |
Die Grafen von Nassau
erben ein Gut, welches die Herren von Merenberg in Steinfurth besessen hatten. |
| vor 1338 |
Abtrennung des
Steinfurther Gotteshauses von der Mutterkirche auf dem Johannisberg (Bad Nauheim). |
| 1364 |
Die Pfarrei
Steinfurth wird das erste mal urkundlich belegt. |
| 1380 |
Der Friedberger
Brupfarrer Crafft von Rockenberg erhält von der Burg ein Gut in Steinfurth, welches er
1396 der Burgkirche zur Verfügung stellte. |
| 1384 |
Urkunde über eine
Gerichtsversammlung in Steinfurth unter dem "Spielhaus" vor dem Kirchhof (undir
deme spielhuse vor deme kirchhobe gelegen da man pllegit gerichte zu halten) |
| 1385 |
Eberhard von Löw der
Ältere wird Burggraf in Friedberg |
| 1390 |
Die Mühle der Löw,
welche dies vom Grafen zu Isenburg zu Lehen hatten, wird das erste mal urkundlich genannt.
Sie wird als "gelegen hinter ihrem Hofe" beschrieben. |
| 1407 |
Eberhard von Löw der
Jüngere wird Burggraf in Friedberg |
| 1425 |
Henne von Löw
bestätigt dem Grafen von Nassau-Saarbrücken, dass er Güter in Steinfurth zu Lehen
erhalten hatte, die zuvor zur Herrschaft Merenberg gehörten. Dabei handelte es sich um
das halbe Dorf und Gericht Steinfurth, die halbe Kirche und einen Hof beim Kirchhof mit
dem dazugehörigen Wald in der Hoch-Weiseler Mark. |
| 1430 |
Burggraf Eberhard von
Löw erhält mit seinen Vettern, mit denen er sich die Steinfurther Herrschaft teilte, das
Merenberger Lehen von den Grafen von Nassau-Saarbrücken zu Mannlehen. Die Löw erhielten
nun das ganze Dorf und Gericht, außerdem drei Höfe im Dorf. Dieses Lehensverhältnis
bestand bis zur Aufhebung des Lehnswesen in Hessen-Darmstadt 1848 fort und wurde immer
wieder durch Verträge bestätigt, so z.B. 1492, 1560, und 1691. |
| 1526 |
Ludwig Löw von
Steinfurth wird Burggraf in Friedberg |
| um 1535 |
Reformation in
Steinfurth |
| 1542 |
Seit 1542 sind die
Mitglieder der Familie Löw von Steinfurth Patronatsherren in Steinfurth (Einsetzung von
Pfarrern und Lehrern). |
| 1582 |
Wahrscheinlich wird
um 1582 die erste Schule Steinfurths errichtet. |
| 1617 |
Conrad Löw von
Steinfurth wird Burggraf in Friedberg. |
| 1618 |
Conrad unn Johann
Löw von Steinfurth erlassen eine neue Gerichtsordnung (vorhanden im Stadtarchiv Bad
Nauheim). |
| 1628 |
Das Gemeindebackhaus
wird von der Gemeinde an Hans Wolf verkauft. Laut Gerichtsbuch war in diesem Gebäude
später die Schule. Der Zeitpunkt ist jedoch nicht belegt. Der Standort dieses ersten
genannten Backhauses und der Schule könnte sich irgendwo in der Oberpforte befinden, dort
wo auch später die Schule war (Oberpforte 8). |
| 1635 |
In der ganzen Gegend
herrscht die Pest. Alleine 45 Steinfurther sterben in Butzbach, wohin sie geflüchtet
waren. Ebenso der Steinfurther Pfarrer und seine Frau sterben in Butzbach an der Pest. |
| 1647 |
Das erste noch heute
erhaltene Kirchenbuch von Steinfurth wird durch den Pfarrer Georg Caspar Lanius angelegt. |
| 1648 |
Zum Ende des
Dreißigjährigen Krieges ist Steinfurth "auff den Grund abgebrand", berichtet
Eberhard von Löw an den nassauischen Lehensherren. Weder adelige Burgsitze, Kirche oder
Häuser der Untertanen würden noch stehen. |
| 1648-51 |
In diesen Jahren
erhält die Steinfurther Kirche eine neue Uhr. |
| 1706 |
Johann Löw von und
zu Steinfurth wird Burggraf in Friedberg. |
| 1720 |
Johann Heinrich Kuhl
wird Pfarrer in Steinfurth. Er hinterlässt im Kirchenbuch einige interessante Notitzen zu
Ereignissen in Steinfurth. |
| 1722 |
Die neue Glocke,
welche durch Georg Philipp Löw von und zu Steinfurth gestiftet wurde, wird fertiggestellt
und in der Kirche eingeweiht. |
| 1724 |
Das neue Schulhaus
(heute Oberpforte 8) wird eingeweiht. |
| 1724 |
Der neue Taufstein
wird in die Kirche gestellt. |
| 1738 |
Der ehemalige
Gemeindebäcker Philipp Falck kauft das Gemeindebackhaus von der Gemeinde (heute
Oberpforte 3) mit der Bedingung, dass der das Auf- und Zuschließen der oberen Pforte
übernimmt. Fortan waren die Nachkommen mit dem Namen Falck (später Falk) Bäcker in
Steinfurth. |
| 1740 |
Es herrscht eine nie
da gewesene Kälte in Steinfurth. Menschen und Tiere erfrieren. |
| 1742 |
Im Hofreitenbuch
Steinfurth wird ein herrschaftlicher Lustgarten genannt, der sich da befindet, wo heute
sich heute die Hauptstrasse 23 befindet. Der Lustgarten zieht sich von der Hauptstrasse
bis zur Hintergasse. |
| 1742 |
Im Hofreitenbuch
Steinfurth wird das erste mal die Wetterbrücke urkundlich erwähnt. |
| 1744 |
Freiin Caroline
Henrietta Löw von und zu Steinfurth stiftet der Steinfurther Kirche neues
Taufzeug, darunter sind ein grünseidenes Kissen, ein Buben- und
Mädchenhäubchen von roter Seide mit silbernen Spitzen, zwei weiße Windeln und
Windelschnüre und eine ziemlich große grünseidene Decke. |
| 1747 |
Alle Einwohner von
Steinfurth werden im August gezählt und im Kirchenbuch 1720-1800 verzeichnet. |
| 1759 |
Steinfurth und
Wisselsheim wird von sieben Brigaden Franzosen zweimal geplündert. |
| 1800 |
Die Blattern
herrschen in Steinfurth |
| um 1807 |
Erbauung des heutigen
Herrenhauses von Löw zu Steinfurth (Hauptstrasse 36). |
| 1814 |
Das Herrenfieber
herrscht in Steinfurth. |
| 1814-17 |
Erbauung des heutigen
Pfarrhauses (Hauptstrasse 42). In dieser Zeit kommt auch die Geschichte des Steinfurther
"Rasselbocks" auf, der dort sein Unwesen trieb. Nach ihm werden die Steinfurther
Einwohner noch heute "die Rasselböck" genannt. |
| 1821 |
Die Unterpforte wird
an Peter Brod 3. verkauft. Teile davon werden abgebrochen und zur Erbauung eines Rathauses
oberhalb der Schule verwendet, das sich an der heutigen Oberpforte 8 befand. Dieser Teil
ist jedoch heute schon wieder abgerissen. |
| 1822-25 |
Die Familie Löw von
und zu Steinfurth verliert ihre Justitz- und Polizeigewalt. |
| 1827 |
Die Gemeinde lässt
vom Spritzenmeister Zenner aus Butzbach eine neue Feuerspritze anfertigen. Die Kosten
dafür belaufen sich auf 600 Gulden. Die alte Spritze wird von Zenner für 300 Gulden
übernommen. |
| 1830 |
Das Gebäude des
Rentamts der Saline Wisselsheim wird nach Steinfurth umgesetzt (heute Rosenmuseum). |
| 1832 |
Die Familie Löw von
und zu Steinfurth regelt in einem Familienvertrag ihre Besitzverhältnisse neu. |
| 1834 |
Die
"Gemeinds-Pforte" (Oberpforte) wird abgebrochen. "Für Holz und Ziegel von
der abgebrochenen Gemeinds-Pforte und für einen dabei befindlich gewesenen Stall sind
laut Versteigerungsprotokoll vom 26. März 1834 erlöst worden 161 fl. 25 kr." |
| 1834 |
Für Pflasterarbeiten
der Schul- und Pfarrgasse werden an Franz Gondolph und Georg Weisser zu Nieder Mörlen 93
Gulden gezahlt. |
| 1836 |
Ein neuer Schulsaal
wird gebaut (an der Stelle, wo heute die Filiale der Wetterauer Volksbank steht). |
| 1837 |
Der neue Schulsaal
wird eingeweiht. |
| 1839 |
Eine Vermehrung der
Lehrkräfte wurde notwendig und fortan ein zweiter Lehrer in Steinfurth für die
Elementarklasse beschäftigt. |
| 1846 |
Der Gesangverein
Frohsinn Steinfurth wird zu einer Fahnenweihe das erste mal erwähnt. |
| um 1850 |
Planierung und
Erweiterung der Dorfstrasse. |
| 1852 |
Die jüdischen Familien in Steinfurth weihen am 22./23. Oktober in Steinfurth eine Synagoge ein, die sich in der heutigen Hintergasse befindet. Dafür hatten sie 2000 Gulden gesammelt. Zugleich wurden drei neue Torarollen eingeweiht. |
| 1854 |
Johannes Steinhauer
(1834-1883) eröffnet in der Hintergasse 22 die Bäckerei "Hinnerbäcker". |
| 1858 |
In der Ortschronik
der Pfarrei Steinfurth wird vermerkt, dass es in der ersten Schule 65 Kinder gibt (von
10-14 Jahren), davon 37 Knaben und 28 Mädchen. In der zweiten Schule gibt es 102 Kinder
(von 6-10 Jahren), 53 Knaben und 49 Mädchen. |
| 1866 |
Die Familie Gustav Löw
von und zu Steinfurth zieht nach Steinfurth in das herrschaftliche Anwesen (heute
Herrenhaus von Löw) in der Hauptstraße 36. |
| 1867 |
In Steinfurth wird
der "Spar- und Vorschußverein" gegründet, die erste Genossenschaft
Steinfurths. |
| 1868 |
Heinrich Schultheis
gründet die Firma Schultheis, die erste Rosenbaumschule Deutschlands. |
| 1870/71 |
Im
deutsch/französischen Krieg fallen drei Steinfurther. |
| 1872 |
Die Gebr. Schultheis
haben schon 8000 Hochstämme auf den Markt gebracht. |
| 1876 |
Christian Michel
beginnt mit Hausschlachtungen in Steinfurth. Er gründete später die Metzgerei Michel
(heute Metzgerei Strauch, Hauptstrasse 33). |
| 1877 |
Anton Schultheis,
Bruder von Heinrich, wandert in die USA aus und gründet in New York die Firma Schultheis
Brothers. 50.000 Rosen wurden für den amerikanischen Markt kultiviert. |
| 1880 |
Die deutsche
Gärtnerzeitung berichtet über die Firma Schultheis. |
| 1880 |
Heinrich Schultheis
veröffentlicht erste Buntkataloge. |
| 1882 |
Die Gemeinde
beschließt, das Gebäude in dem heute das Rosenmueseum untergebracht ist, für 5.500 Mark
von der Familie von Löw zu erwerben und bringt dort provisorisch die dritte Schulstelle
unter. |
| 1882 |
Die zweite
Steinfurther Rosenbaumschule, die Firma Walter & Lehmann wird gegründet. |
| 1883 |
Der Ortsvorstand
beschließt, dass das Wohnhaus in der löwschen Hofreite (heute Rosenmuseum) zu einer
Lehrerwohnung und einem Gemeindezimmer hergerichtet wird. |
| 1884 |
Es wird mit dem Bau
eines neuen Schulgebäudes begonnen (heute Vereinstreff), welches 1885 eröffnet wird. |
| 1884 |
In Steinfurth wird
der Telegraphenbetrieb eingeführt. |
| 1885 |
Die neue Schule wird
eröffnet (heute Vereinstreff). 1885 gibt es 187 Schulkinder in Steinfurth. |
| 1886 |
Die dritte
Steinfurther Rosenbaumschule, die Firma Philipp Huber, wird gegründet. |
| 1888 |
Die vierte
Steinfurther Rosenbaumschule, die Firma Johannes Weihrauch, wird gegründet. |
| 1889 |
Heinrich Schultheis
gibt das "Deutsche Rosenbuch - Ein Führer für alle Freunde und Freundinnen der
Rose" heraus. Es gilt als erstes deutschsprachiges Sachbuch über die Rose. |
| 1889 |
Die erste Postagentur
Steinfurths wird eröffnet. Postagent ist Ernst Wilhelm Roth (Hauptstrasse 44). |
| 1889 |
Der "Spar- und
Vorschussverein" wird in "Spar- und Darlehenskasse e.G.m.b.H." umbenannt. |
| 1890 |
Der Kaufmann Georg
Eichelmann wird Postagent von Steinfurth. Die Post befindet sich ab sofort in der
Hauptstrasse 35. |
| 1894 |
Georg Michel gründet
die Metzgerei Michel in der Hauptstrasse 33. |
| 1899 |
Die Post wird in die
Hauptstrasse 44 verlegt. Heinrich Huber wird Postagent. |
| 1899 |
Heinrich Schultheis
stirbt 53jährig. Sein Neffe Heinrich, Sohn seines Bruders Konrad, übernimmt 19jährig
unmittelbar nach dem Abitur den Betrieb. |
| 1901 |
Pfarrer Vigelius
vermerkt in der Pfarrchronik, dass es schon ca. 60 Rosenanbaubetriebe in Steinfurth, die
zum Teil schon selbständigen Verkauf betreiben, nicht nur Vertragsanbau. Der Handel geht
bis nach Dänemark, Russland und Italien. Einzelne Firmen ziehen jährlich 300.000
Pflanzen. Durch den Rosenanbau kommt Wohlstand nach Steinfurth. |
| 1901 |
Die Familie Löw von
und zu Steinfurth kündigt ihren Pächtern 1.700 Morgen Land. So konnte der ständig
wachsende Landbedarf für die Rosenzucht gedeckt werden. |
| 1905 |
Gründung des
Turnvereins Steinfurth. |
| 1905 |
Steinfurth zählt
1017 Einwohner und 173 Wohnhäuser. |
| 1907 |
Die
Zimmerschützengesellschaft 1907 e.V. wird gegründet. |
| 1907/08 |
Die ersten beiden
Gutshöfe werden frei und von der Familie von Löw verkauft. |
| 1908 |
Es wird mit dem Bau
einer Wasserleitung begonnen. |
| 1908 |
Die erste
Flurbereinigung Steinfurths findet statt. Bis dahin hatte die Familie Löw von und zu
Steinfurth noch Jagd- und Fischrecht. |
| 1910 |
Die
Butzbach-Licher-Eisenbahn fährt zum ersten mal. |
| 1911 |
Steinfurther
Rosengärtner schliessen sich zum "Gärtner-Verein Steinfurth" zusammen, mit dem
Ziel, gemeinschaftlich Material zu beschaffen und gegen "faule Kunden"
zusammenzustehen. |
| 1911 |
Flurbereinigung in
Steinfurth. |
| 1911 |
Steinfurth bekommt
elektrischen Strom. |
| 1912 |
Im Gasthaus
Darmstädter Hof findet die erste Rosenschau Steinfurths statt. |
| 1912 |
Die Post zieht in die
Bad Nauheimer Straße 28 um. |
| 1913 |
Der Gesangverein
"Frohsinn" Steinfurth feiert zur Einweihung einer neuen Fahne ein großes
Volksfest, an dem zahlreiche Chöre aus der ganzen Umgegend mitwirkten. |
| 1914 |
Die neue Schule in
der Södeler Straße wird fertig gestellt. |
| 1914 |
Zu Beginn des ersten
Weltkrieges gibt es 70 Rosenanbaubetriebe in Steinfurth. |
| 1915 |
Steinfurth zählt
1083 Einwohner und 180 Wohnhäuser. |
| 1914/18 |
Im ersten Weltkrieg
fallen 36 Steinfurther, 10 werden vermisst. |
| 1920 |
Der Gutshof
"Reife Hof" wird frei. |
| 1920 |
Die Spar- und
Darlehenskasse wird in eine Genossenschaft umgewandelt. |
| 1921 |
Am 17. Juli findet
bei Anton Hengst (später Steinfurther Hof) durch den Turnverein Steinfurth eine
Rosenschau statt. |
| 1923 |
Gründung der An- und
Verkaufsgenossenschaft. |
| 1926 |
Die erste Rosenschau
im neuen Rosensaal findet statt. |
| 1926 |
Steinfurth zählt
1276 Einwohner. |
| 1927 |
Die große
Jahrestagung des Bundes deutscher Baumschulen (BdB) findet im Steinfurther Rosensaal
statt. |
| 1928 |
Die Rosenbaumschule Gönewein
wird gegründet. |
| 1928 |
Das bisher von
Postmeister geleitete Kaiserliche Postamt wird wieder in eine Postagentur umgewandelt und
in die Hintergasse verlegt. Postagent Philippi wird zuständiger Beamter. |
| 1929 |
Ludwig Jakob (genannt
Karl) Schwegler wird Bürgermeister in Steinfurth. |
| 1930 |
Der Sportverein (SV
1930 Steinfurth) wird gegründet. |
| 1931 |
Die Spar- und
Darlehenskasse verlegt ihr Kassenlokal zu dem im gleichen Jahr gewählten Rechner Johann
Heinrich Hengst in die Södeler Straße 12. |
| 1934 |
Am 14. und 15.07.
findet der "Tag der deutschen Rose" statt. |
| 1935 |
Nach dem Tod von
Heinrich Schultheis übernimmt Walter Schultheis in der dritten Generation die Führung
der ältesten Rosenbaumschule Deutschlands. |
| 1937 |
Gründung der
Freiwilligen Feuerwehr Steinfurth. |
| 1938 |
Die Spar- und
Darlehenskasse schafft den ertsen Schlepper der Gemeinde an. |
| 1941 |
Die Post zieht in die
Hauptstraße 5 um. |
| 1939/45 |
Im zweiten Weltkrieg
fallen 81 Steinfurther, 49 werden vermisst. |
| 1949 |
Im Rahmen einer
"Gutnachbarschaftswoche" veranstaltet man überall Volksfeste, so auch in
Steinfurth. Verbunden mit der ersten Nachkriegs-Rosenschau kommt dieses Fest so
außergewöhnlich gut an, daß hieraus das Steinfurher Rosenfest geboren wird, welches
fortan jährlich stattfindet. |
| 1949 |
Der erste
Rosenhebepflug kommt zum Einsatz. |
| 1949 |
Der Rosensaal wird
von der Fa. Vergölst verlassen und vom Rosenzüchterverein gekauft (?) |
| 1950 |
Heinrich Thönges
wird Bürgermeister von Steinfurth. |
| 1950 |
Der "Verein
Steinfurther Rosenzüchter" wird gegründet, welcher zusammen mit der Gemeinde das
Rosenfest ausrichtet. Der Verein ist auch bis 1956 für die Rosenschau verantwortlich,
danach wird diese von verschiedenen Rosenanbauern ausgerichtet. Der Verein wurde u.a. auch
gegründet, um den Rosensaal zu kaufen. |
| 1950 |
Proklamation der
ersten Rosenkönigin. Seitdem wird zu jedem Rosenfest eine Rosenkönigin gewählt. |
| 1950 |
Eberhard Löw von und
zu Steinfurth gründet auf dem ehemaligen unteren Pachthof eine Baum- und Rosenschule. |
| 1954 |
Die Rosenbaumschule
Beutnagel wird gegründet. |
| 1955 |
Steinfurth zählt
1953 Einwohner. |
| 1956 |
Die Gemeinde
übernimmt fortan alleine die Regie über die Ausrichtung des Rosenfestes. |
| 1957 |
Inbetriebnahme der
eigenen Geschäftsräume der Spar- und Darlehenskasse in der Steinfurther Hauptstraße 27
und Umbenennung in "Steinfurther Bank e.G.m.b.H." |
| 1960 |
Heinrich Thönges
wird hauptamtlicher Bürgermeister von Steinfurth. |
| 1960/61 |
Die heutige
Steinfurther Schule wird gebaut. |
| 1961 |
Die erste deutsche
Absatzgenossenschaft zur Vermarktung von Rosen wird gegründet - die Rosen-Union eG.
Gegenstand des Unternehmens ist laut Satzung "der gemeinschaftliche Absatz von
Baumschulerzeignissen, insbesondere Rosen" |
| 1962 |
Steinfurth zählt
2010 Einwohner. |
| 1963 |
Aus steuerrechtlichen
Gründen wird als Schwesterfirma der Rosen-Union zusätzlich die Genossenschaft
"Pflanzen-Kontor" gegründet, um auch "Handel mit Baumschulerzeugnissen und
-bedarf und die Einführung und den Vertrieb von Neuzüchtungen" durchführen zu
können. |
| 1964 ca. |
Bau des neuen
Feuerwehrgerätehauses in der Alten Schulstraße. |
| 1965 |
Die Post zieht in der
Operpforte 1a um. |
| 1970 ca. |
Die Steinfurther Bank
wird an die Wetterauer Volksbank als Filiale Steinfurth angeschlossen. |
| 1970 |
Ferdinand Thönges
wird letzter Bürgermeister von Steinfurth. |
| 1970 |
Das Rosenfest findet
aufgrund des immer umfangreicherer werdenden Arbeitsaufwandes nur noch alle zwei Jahre
statt. |
| 1970 |
Steinfurth hat 210
Rosenanbaubetriebe mit einer jährlichen Produktion von 12 bis 14 Millionen Pflanzen, dies
sind 40% der gesamten deutschen Rosenproduktion. Dieser Zeitpunkt gilt als Höhepunkt der
Steinfurther Rosenproduktion, danach wurden diese Zahlen rückläufig. |
| 1972 |
Steinfurth wird zu
Bad Nauheim eingemeindet. |
| 1974 |
Stadträtin Ria
Steinhauer organisiert fortan alleine die Planung und Gestaltung der Rosenschau (noch bis
Heute). Bisher waren immer mehrere Personen für die Organisation verantwortlich. |
| 1974 |
Ria Steinhauer und
Franz Gabriel gründen das "Heimat- und Rosenmuseum". Leopold Gaffrey wird
ehrenamtilicher Betreuer und öffnet das Museum einmal wöchentlich für seine Besucher. |
| 1975 |
Am 15. Januar wird
der neu gebaute Kindergarten am Wingertberg eröffnet. |
| 1978 |
Die Stadt Bad Nauheim
stiftet zum 110jährigen Bestehen des Rosenanbaus in Steinfurth den "Steinfurther
Rosenring". Dieser wird alle zwei Jahre zum Rosenfest an eine Person verliehen, die
besondere Verdienste um die Rose erworben hat. |
| 1981 |
Steinfurth zählt nur
noch 93 Rosenanbaubetriebe. Bedingt durch die Altersstruktur der Betriebe und die immer
stärker werdende Absatzkrise haben über 100 Betriebe den Anbau total aufgegeben. |
| 1986 |
Die Museumspädagogin
Sabine Kübler übernimmt die Leitung des Rosenmueseum nach dem Tod von Leopold Gaffrey
(+1985). In den kommenden Jahren wird das Museum von Grund neu saniert. |
| 1987 |
Großes Feuerwehrfest
in Steinfurth zum 50jährigen Jubiläum der Freiwillgen Feuerwehr Steinfurth. |
| 1989 |
Renovierung des
Herrenhauses von Löw und Neueröffnung als Hotel. |
| 1990 |
Das neue Rosenmuseum
wird als der Welt einziges Spezialmuseum zur Darstellung der Kulturgeschichte der Rose
wiedereröffnet. |
| 1990 |
Die An- und
Verkaufsgenossenschaft fusioniert mit der Genossenschaft Pflanzen-Kontor. |
| 1991 |
Die Poststelle in
Steinfurth wird in die Södeler Straße 1a verlegt. |
| 1993 |
Jubiläum 125 Jahre
Steinfurther Rosen. |
| 1994/95 |
Erschließung des
Neubaugebiets am Ölberg 2 mit 177 Wohneinheiten. |
| 1995 |
Der Heimat- und
Geschichtsverein Steinfurth "Die Rosisten" wird gegründet. |
| 1997 |
Renovierung der
Kirche. |
| 2002 |
Bau eines Radwegs
zwischen Bad Nauheim und Steinfurth. |
| 2003 |
Die Gebäude der
Rosen-Union eG in der Hauptstraße 25 werden an Konrad Hofmann verkauft der dort ab sofort
Schnittblumen anbietet. Die Produktion der Rosen-Union eG zieht in einen Hallenanbau zur
schon bestehenden Versandhalle in der Bad Nauheimer Straße 47. |
| 2003 |
Die Rosenbaumschule
Gönewein wird nach 75jähriger Tätigkeit von Manuela Dräger übernommen. |
| 2003 |
Nachdem das
Rosenmuseum drei Jahre wegen Umbauarbeiten geschlossen hatte, wird der neuerbaute Anbau
vom Rosenmuseum am 07. September eröffnet. Auf einer Gesamtfläche von 180 Quadratmetern
werden jetzt noch mehr Exponate angeboten. |
| 2003 |
Die Wetterauer
Volksbank fusioniert mit der Volksbank Gießen zur "Volksbank Gießen-Friedberg
eG". |
| 2004 |
Der Parkplatz am
Sportplatz an der Wetter wird neu gepflastert und schöner hergerichtet. Zudem werden dort
Schaukästen mit Informationen rund um Steinfurth aufgestellt. |
| 2004 |
Ausbau und
Verbreiterung der Straße zwischen Bad Nauheim und Steinfurth, Fertigstellung rechtzeitig
zum Steinfurther Rosenfest 2004. |
| 2005 |
Vier Vereine in Steinfurth feiern Jubiläen: Der Turnverein 100 Jahre, der Sportverein 75 Jahre, die Kleintierzüchter 75 Jahre und der Heimat- und Geschichtsverein 10 Jahre. |
| 2005 |
In Steinfurth findet zum 75-jährigem Jubiläum des Kleintierzuchtvereins die erste hessische Meisterschaft im Hühnerrennen statt. |
| 2005 |
Die Grundschule Steinfurth wird zum Schulfest offiziell "Rosendorfschule" getauft. |
| 2006 |
Das Neubaugebiet "Am Welchgraben" östlich des Dorngrabens wird neu erschlossen |