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Heimat- und Geschichtsverein Steinfurth "Die Rosisten" e.V.

Ortsgeschichte
Zeittafel zur Steinfurther Ortsgeschichte


zusammengestellt von Sascha Ziegler (wird laufend ergänzt)
Stand: 28.09.2006

Zeitraum Ereignis
914 Erste urkundliche Erwähnung Steinfurths in einer Schenkungsurkunde König Konrads 1. an die Kirche zu Weilburg.
1048-58 Steinfurth wird im Rahmen einer umfangreichen Schenkung des Grafen Hecil an die Abtei Fulda genannt.
1204 Cuno von Münzenberg wird von Bischof Luitpold mit einem Gut in Steinfurth belehnt, welches kurz zuvor Erzbischof Konrad erworben hatte.
1270 Bei der Teilung der Erbschaft Münzenberg verzichtet Werner von Falkenstein zugonsten seines Bruders auf die Gerichtsrechte über die "Leute" in Steinfurth und Rockenberg.
1293 Wykenandus, plebanus (Geistlicher, Pfarrer) in Steinfurth ist mit anderen Geistlichen Zeuge in einer Urkunde von Erwin dictus Leo.
1301 Die Löw werden erstmalig in Verbindung mit Steinfurth genannt: "Erwinus dictus Leo de Stenford"
1311 Die Brüder Erwin und Giselbert Löw trugen ihren Anteil der Gerichtsbarkeit sowie Fischereirechte dem Erzbischof von Mainz zu lehen auf, um den Mainzer den Verlust des Lehnsguts in Selters auszugleichen, welches die Löw verkaufen wollten. Beide Brüder werden daraufhin mit diesen Rechten vom Erzbischof Peter von Mainz belehnt.
1321 Erwin von Löw werden Weinberge zu Steinfurth vom Kloster Arnsburg gegen eine bestimmte Abgabe Wein übertragen.
1328 Die Grafen von Nassau erben ein Gut, welches die Herren von Merenberg in Steinfurth besessen hatten.
vor 1338 Abtrennung des Steinfurther Gotteshauses von der Mutterkirche auf dem Johannisberg (Bad Nauheim).
1364 Die Pfarrei Steinfurth wird das erste mal urkundlich belegt.
1380 Der Friedberger Brupfarrer Crafft von Rockenberg erhält von der Burg ein Gut in Steinfurth, welches er 1396 der Burgkirche zur Verfügung stellte.
1384 Urkunde über eine Gerichtsversammlung in Steinfurth unter dem "Spielhaus" vor dem Kirchhof (undir deme spielhuse vor deme kirchhobe gelegen da man pllegit gerichte zu halten)
1385 Eberhard von Löw der Ältere wird Burggraf in Friedberg
1390 Die Mühle der Löw, welche dies vom Grafen zu Isenburg zu Lehen hatten, wird das erste mal urkundlich genannt. Sie wird als "gelegen hinter ihrem Hofe" beschrieben.
1407 Eberhard von Löw der Jüngere wird Burggraf in Friedberg
1425 Henne von Löw bestätigt dem Grafen von Nassau-Saarbrücken, dass er Güter in Steinfurth zu Lehen erhalten hatte, die zuvor zur Herrschaft Merenberg gehörten. Dabei handelte es sich um das halbe Dorf und Gericht Steinfurth, die halbe Kirche und einen Hof beim Kirchhof mit dem dazugehörigen Wald in der Hoch-Weiseler Mark.
1430 Burggraf Eberhard von Löw erhält mit seinen Vettern, mit denen er sich die Steinfurther Herrschaft teilte, das Merenberger Lehen von den Grafen von Nassau-Saarbrücken zu Mannlehen. Die Löw erhielten nun das ganze Dorf und Gericht, außerdem drei Höfe im Dorf. Dieses Lehensverhältnis bestand bis zur Aufhebung des Lehnswesen in Hessen-Darmstadt 1848 fort und wurde immer wieder durch Verträge bestätigt, so z.B. 1492, 1560, und 1691.
1526 Ludwig Löw von Steinfurth wird Burggraf in Friedberg
um 1535 Reformation in Steinfurth
1542 Seit 1542 sind die Mitglieder der Familie Löw von Steinfurth Patronatsherren in Steinfurth (Einsetzung von Pfarrern und Lehrern).
1582 Wahrscheinlich wird um 1582 die erste Schule Steinfurths errichtet.
1617 Conrad Löw von Steinfurth wird Burggraf in Friedberg.
1618 Conrad unn Johann Löw von Steinfurth erlassen eine neue Gerichtsordnung (vorhanden im Stadtarchiv Bad Nauheim).
1628 Das Gemeindebackhaus wird von der Gemeinde an Hans Wolf verkauft. Laut Gerichtsbuch war in diesem Gebäude später die Schule. Der Zeitpunkt ist jedoch nicht belegt. Der Standort dieses ersten genannten Backhauses und der Schule könnte sich irgendwo in der Oberpforte befinden, dort wo auch später die Schule war (Oberpforte 8).
1635 In der ganzen Gegend herrscht die Pest. Alleine 45 Steinfurther sterben in Butzbach, wohin sie geflüchtet waren. Ebenso der Steinfurther Pfarrer und seine Frau sterben in Butzbach an der Pest.
1647 Das erste noch heute erhaltene Kirchenbuch von Steinfurth wird durch den Pfarrer Georg Caspar Lanius angelegt.
1648 Zum Ende des Dreißigjährigen Krieges ist Steinfurth "auff den Grund abgebrand", berichtet Eberhard von Löw an den nassauischen Lehensherren. Weder adelige Burgsitze, Kirche oder Häuser der Untertanen würden noch stehen.
1648-51 In diesen Jahren erhält die Steinfurther Kirche eine neue Uhr.
1706 Johann Löw von und zu Steinfurth wird Burggraf in Friedberg.
1720 Johann Heinrich Kuhl wird Pfarrer in Steinfurth. Er hinterlässt im Kirchenbuch einige interessante Notitzen zu Ereignissen in Steinfurth.
1722 Die neue Glocke, welche durch Georg Philipp Löw von und zu Steinfurth gestiftet wurde, wird fertiggestellt und in der Kirche eingeweiht.
1724 Das neue Schulhaus (heute Oberpforte 8) wird eingeweiht.
1724 Der neue Taufstein wird in die Kirche gestellt.
1738 Der ehemalige Gemeindebäcker Philipp Falck kauft das Gemeindebackhaus von der Gemeinde (heute Oberpforte 3) mit der Bedingung, dass der das Auf- und Zuschließen der oberen Pforte übernimmt. Fortan waren die Nachkommen mit dem Namen Falck (später Falk) Bäcker in Steinfurth.
1740 Es herrscht eine nie da gewesene Kälte in Steinfurth. Menschen und Tiere erfrieren.
1742 Im Hofreitenbuch Steinfurth wird ein herrschaftlicher Lustgarten genannt, der sich da befindet, wo heute sich heute die Hauptstrasse 23 befindet. Der Lustgarten zieht sich von der Hauptstrasse bis zur Hintergasse.
1742 Im Hofreitenbuch Steinfurth wird das erste mal die Wetterbrücke urkundlich erwähnt.
1744 Freiin Caroline Henrietta Löw von und zu Steinfurth stiftet der Steinfurther Kirche neues „Taufzeug“, darunter sind ein grünseidenes Kissen, ein Buben- und Mädchenhäubchen von roter Seide mit silbernen Spitzen, zwei weiße Windeln und Windelschnüre und eine ziemlich große grünseidene Decke.
1747 Alle Einwohner von Steinfurth werden im August gezählt und im Kirchenbuch 1720-1800 verzeichnet.
1759 Steinfurth und Wisselsheim wird von sieben Brigaden Franzosen zweimal geplündert.
1800 Die Blattern herrschen in Steinfurth
um 1807 Erbauung des heutigen Herrenhauses von Löw zu Steinfurth (Hauptstrasse 36).
1814 Das Herrenfieber herrscht in Steinfurth.
1814-17 Erbauung des heutigen Pfarrhauses (Hauptstrasse 42). In dieser Zeit kommt auch die Geschichte des Steinfurther "Rasselbocks" auf, der dort sein Unwesen trieb. Nach ihm werden die Steinfurther Einwohner noch heute "die Rasselböck" genannt.
1821 Die Unterpforte wird an Peter Brod 3. verkauft. Teile davon werden abgebrochen und zur Erbauung eines Rathauses oberhalb der Schule verwendet, das sich an der heutigen Oberpforte 8 befand. Dieser Teil ist jedoch heute schon wieder abgerissen.
1822-25 Die Familie Löw von und zu Steinfurth verliert ihre Justitz- und Polizeigewalt.
1827 Die Gemeinde lässt vom Spritzenmeister Zenner aus Butzbach eine neue Feuerspritze anfertigen. Die Kosten dafür belaufen sich auf 600 Gulden. Die alte Spritze wird von Zenner für 300 Gulden übernommen.
1830 Das Gebäude des Rentamts der Saline Wisselsheim wird nach Steinfurth umgesetzt (heute Rosenmuseum).
1832 Die Familie Löw von und zu Steinfurth regelt in einem Familienvertrag ihre Besitzverhältnisse neu.
1834 Die "Gemeinds-Pforte" (Oberpforte) wird abgebrochen. "Für Holz und Ziegel von der abgebrochenen Gemeinds-Pforte und für einen dabei befindlich gewesenen Stall sind laut Versteigerungsprotokoll vom 26. März 1834 erlöst worden 161 fl. 25 kr."
1834 Für Pflasterarbeiten der Schul- und Pfarrgasse werden an Franz Gondolph und Georg Weisser zu Nieder Mörlen 93 Gulden gezahlt.
1836 Ein neuer Schulsaal wird gebaut (an der Stelle, wo heute die Filiale der Wetterauer Volksbank steht).
1837 Der neue Schulsaal wird eingeweiht.
1839 Eine Vermehrung der Lehrkräfte wurde notwendig und fortan ein zweiter Lehrer in Steinfurth für die Elementarklasse beschäftigt.
1846 Der Gesangverein Frohsinn Steinfurth wird zu einer Fahnenweihe das erste mal erwähnt.
um 1850 Planierung und Erweiterung der Dorfstrasse.
1852 Die jüdischen Familien in Steinfurth weihen am 22./23. Oktober in Steinfurth eine Synagoge ein, die sich in der heutigen Hintergasse befindet. Dafür hatten sie 2000 Gulden gesammelt. Zugleich wurden drei neue Torarollen eingeweiht.
1854 Johannes Steinhauer (1834-1883) eröffnet in der Hintergasse 22 die Bäckerei "Hinnerbäcker".
1858 In der Ortschronik der Pfarrei Steinfurth wird vermerkt, dass es in der ersten Schule 65 Kinder gibt (von 10-14 Jahren), davon 37 Knaben und 28 Mädchen. In der zweiten Schule gibt es 102 Kinder (von 6-10 Jahren), 53 Knaben und 49 Mädchen.
1866 Die Familie Gustav Löw von und zu Steinfurth zieht nach Steinfurth in das herrschaftliche Anwesen (heute Herrenhaus von Löw) in der Hauptstraße 36.
1867 In Steinfurth wird der "Spar- und Vorschußverein" gegründet, die erste Genossenschaft Steinfurths.
1868 Heinrich Schultheis gründet die Firma Schultheis, die erste Rosenbaumschule Deutschlands.
1870/71 Im deutsch/französischen Krieg fallen drei Steinfurther.
1872 Die Gebr. Schultheis haben schon 8000 Hochstämme auf den Markt gebracht.
1876 Christian Michel beginnt mit Hausschlachtungen in Steinfurth. Er gründete später die Metzgerei Michel (heute Metzgerei Strauch, Hauptstrasse 33).
1877 Anton Schultheis, Bruder von Heinrich, wandert in die USA aus und gründet in New York die Firma Schultheis Brothers. 50.000 Rosen wurden für den amerikanischen Markt kultiviert.
1880 Die deutsche Gärtnerzeitung berichtet über die Firma Schultheis.
1880 Heinrich Schultheis veröffentlicht erste Buntkataloge.
1882 Die Gemeinde beschließt, das Gebäude in dem heute das Rosenmueseum untergebracht ist, für 5.500 Mark von der Familie von Löw zu erwerben und bringt dort provisorisch die dritte Schulstelle unter.
1882 Die zweite Steinfurther Rosenbaumschule, die Firma Walter & Lehmann wird gegründet.
1883 Der Ortsvorstand beschließt, dass das Wohnhaus in der löwschen Hofreite (heute Rosenmuseum) zu einer Lehrerwohnung und einem Gemeindezimmer hergerichtet wird.
1884 Es wird mit dem Bau eines neuen Schulgebäudes begonnen (heute Vereinstreff), welches 1885 eröffnet wird.
1884 In Steinfurth wird der Telegraphenbetrieb eingeführt.
1885 Die neue Schule wird eröffnet (heute Vereinstreff). 1885 gibt es 187 Schulkinder in Steinfurth.
1886 Die dritte Steinfurther Rosenbaumschule, die Firma Philipp Huber, wird gegründet.
1888 Die vierte Steinfurther Rosenbaumschule, die Firma Johannes Weihrauch, wird gegründet.
1889 Heinrich Schultheis gibt das "Deutsche Rosenbuch - Ein Führer für alle Freunde und Freundinnen der Rose" heraus. Es gilt als erstes deutschsprachiges Sachbuch über die Rose.
1889 Die erste Postagentur Steinfurths wird eröffnet. Postagent ist Ernst Wilhelm Roth (Hauptstrasse 44).
1889 Der "Spar- und Vorschussverein" wird in "Spar- und Darlehenskasse e.G.m.b.H." umbenannt.
1890 Der Kaufmann Georg Eichelmann wird Postagent von Steinfurth. Die Post befindet sich ab sofort in der Hauptstrasse 35.
1894 Georg Michel gründet die Metzgerei Michel in der Hauptstrasse 33.
1899 Die Post wird in die Hauptstrasse 44 verlegt. Heinrich Huber wird Postagent.
1899 Heinrich Schultheis stirbt 53jährig. Sein Neffe Heinrich, Sohn seines Bruders Konrad, übernimmt 19jährig unmittelbar nach dem Abitur den Betrieb.
1901 Pfarrer Vigelius vermerkt in der Pfarrchronik, dass es schon ca. 60 Rosenanbaubetriebe in Steinfurth, die zum Teil schon selbständigen Verkauf betreiben, nicht nur Vertragsanbau. Der Handel geht bis nach Dänemark, Russland und Italien. Einzelne Firmen ziehen jährlich 300.000 Pflanzen. Durch den Rosenanbau kommt Wohlstand nach Steinfurth.
1901 Die Familie Löw von und zu Steinfurth kündigt ihren Pächtern 1.700 Morgen Land. So konnte der ständig wachsende Landbedarf für die Rosenzucht gedeckt werden.
1905 Gründung des Turnvereins Steinfurth.
1905 Steinfurth zählt 1017 Einwohner und 173 Wohnhäuser.
1907 Die Zimmerschützengesellschaft 1907 e.V. wird gegründet.
1907/08 Die ersten beiden Gutshöfe werden frei und von der Familie von Löw verkauft.
1908 Es wird mit dem Bau einer Wasserleitung begonnen.
1908 Die erste Flurbereinigung Steinfurths findet statt. Bis dahin hatte die Familie Löw von und zu Steinfurth noch Jagd- und Fischrecht.
1910 Die Butzbach-Licher-Eisenbahn fährt zum ersten mal.
1911 Steinfurther Rosengärtner schliessen sich zum "Gärtner-Verein Steinfurth" zusammen, mit dem Ziel, gemeinschaftlich Material zu beschaffen und gegen "faule Kunden" zusammenzustehen.
1911 Flurbereinigung in Steinfurth.
1911 Steinfurth bekommt elektrischen Strom.
1912 Im Gasthaus Darmstädter Hof findet die erste Rosenschau Steinfurths statt.
1912 Die Post zieht in die Bad Nauheimer Straße 28 um.
1913 Der Gesangverein "Frohsinn" Steinfurth feiert zur Einweihung einer neuen Fahne ein großes Volksfest, an dem zahlreiche Chöre aus der ganzen Umgegend mitwirkten.
1914 Die neue Schule in der Södeler Straße wird fertig gestellt.
1914 Zu Beginn des ersten Weltkrieges gibt es 70 Rosenanbaubetriebe in Steinfurth.
1915 Steinfurth zählt 1083 Einwohner und 180 Wohnhäuser.
1914/18 Im ersten Weltkrieg fallen 36 Steinfurther, 10 werden vermisst.
1920 Der Gutshof "Reife Hof" wird frei.
1920 Die Spar- und Darlehenskasse wird in eine Genossenschaft umgewandelt.
1921 Am 17. Juli findet bei Anton Hengst (später Steinfurther Hof) durch den Turnverein Steinfurth eine Rosenschau statt.
1923 Gründung der An- und Verkaufsgenossenschaft.
1926 Die erste Rosenschau im neuen Rosensaal findet statt.
1926 Steinfurth zählt 1276 Einwohner.
1927 Die große Jahrestagung des Bundes deutscher Baumschulen (BdB) findet im Steinfurther Rosensaal statt.
1928 Die Rosenbaumschule Gönewein wird gegründet.
1928 Das bisher von Postmeister geleitete Kaiserliche Postamt wird wieder in eine Postagentur umgewandelt und in die Hintergasse verlegt. Postagent Philippi wird zuständiger Beamter.
1929 Ludwig Jakob (genannt Karl) Schwegler wird Bürgermeister in Steinfurth.
1930 Der Sportverein (SV 1930 Steinfurth) wird gegründet.
1931 Die Spar- und Darlehenskasse verlegt ihr Kassenlokal zu dem im gleichen Jahr gewählten Rechner Johann Heinrich Hengst in die Södeler Straße 12.
1934 Am 14. und 15.07. findet der "Tag der deutschen Rose" statt.
1935 Nach dem Tod von Heinrich Schultheis übernimmt Walter Schultheis in der dritten Generation die Führung der ältesten Rosenbaumschule Deutschlands.
1937 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Steinfurth.
1938 Die Spar- und Darlehenskasse schafft den ertsen Schlepper der Gemeinde an.
1941 Die Post zieht in die Hauptstraße 5 um.
1939/45 Im zweiten Weltkrieg fallen 81 Steinfurther, 49 werden vermisst.
1949 Im Rahmen einer "Gutnachbarschaftswoche" veranstaltet man überall Volksfeste, so auch in Steinfurth. Verbunden mit der ersten Nachkriegs-Rosenschau kommt dieses Fest so außergewöhnlich gut an, daß hieraus das Steinfurher Rosenfest geboren wird, welches fortan jährlich stattfindet.
1949 Der erste Rosenhebepflug kommt zum Einsatz.
1949 Der Rosensaal wird von der Fa. Vergölst verlassen und vom Rosenzüchterverein gekauft (?)
1950 Heinrich Thönges wird Bürgermeister von Steinfurth.
1950 Der "Verein Steinfurther Rosenzüchter" wird gegründet, welcher zusammen mit der Gemeinde das Rosenfest ausrichtet. Der Verein ist auch bis 1956 für die Rosenschau verantwortlich, danach wird diese von verschiedenen Rosenanbauern ausgerichtet. Der Verein wurde u.a. auch gegründet, um den Rosensaal zu kaufen.
1950 Proklamation der ersten Rosenkönigin. Seitdem wird zu jedem Rosenfest eine Rosenkönigin gewählt.
1950 Eberhard Löw von und zu Steinfurth gründet auf dem ehemaligen unteren Pachthof eine Baum- und Rosenschule.
1954 Die Rosenbaumschule Beutnagel wird gegründet.
1955 Steinfurth zählt 1953 Einwohner.
1956 Die Gemeinde übernimmt fortan alleine die Regie über die Ausrichtung des Rosenfestes.
1957 Inbetriebnahme der eigenen Geschäftsräume der Spar- und Darlehenskasse in der Steinfurther Hauptstraße 27 und Umbenennung in "Steinfurther Bank e.G.m.b.H."
1960 Heinrich Thönges wird hauptamtlicher Bürgermeister von Steinfurth.
1960/61 Die heutige Steinfurther Schule wird gebaut.
1961 Die erste deutsche Absatzgenossenschaft zur Vermarktung von Rosen wird gegründet - die Rosen-Union eG. Gegenstand des Unternehmens ist laut Satzung "der gemeinschaftliche Absatz von Baumschulerzeignissen, insbesondere Rosen"
1962 Steinfurth zählt 2010 Einwohner.
1963 Aus steuerrechtlichen Gründen wird als Schwesterfirma der Rosen-Union zusätzlich die Genossenschaft "Pflanzen-Kontor" gegründet, um auch "Handel mit Baumschulerzeugnissen und -bedarf und die Einführung und den Vertrieb von Neuzüchtungen" durchführen zu können.
1964 ca. Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses in der Alten Schulstraße.
1965 Die Post zieht in der Operpforte 1a um.
1970 ca. Die Steinfurther Bank wird an die Wetterauer Volksbank als Filiale Steinfurth angeschlossen.
1970 Ferdinand Thönges wird letzter Bürgermeister von Steinfurth.
1970 Das Rosenfest findet aufgrund des immer umfangreicherer werdenden Arbeitsaufwandes nur noch alle zwei Jahre statt.
1970 Steinfurth hat 210 Rosenanbaubetriebe mit einer jährlichen Produktion von 12 bis 14 Millionen Pflanzen, dies sind 40% der gesamten deutschen Rosenproduktion. Dieser Zeitpunkt gilt als Höhepunkt der Steinfurther Rosenproduktion, danach wurden diese Zahlen rückläufig.
1972 Steinfurth wird zu Bad Nauheim eingemeindet.
1974 Stadträtin Ria Steinhauer organisiert fortan alleine die Planung und Gestaltung der Rosenschau (noch bis Heute). Bisher waren immer mehrere Personen für die Organisation verantwortlich.
1974 Ria Steinhauer und Franz Gabriel gründen das "Heimat- und Rosenmuseum". Leopold Gaffrey wird ehrenamtilicher Betreuer und öffnet das Museum einmal wöchentlich für seine Besucher.
1975 Am 15. Januar wird der neu gebaute Kindergarten am Wingertberg eröffnet.
1978 Die Stadt Bad Nauheim stiftet zum 110jährigen Bestehen des Rosenanbaus in Steinfurth den "Steinfurther Rosenring". Dieser wird alle zwei Jahre zum Rosenfest an eine Person verliehen, die besondere Verdienste um die Rose erworben hat.
1981 Steinfurth zählt nur noch 93 Rosenanbaubetriebe. Bedingt durch die Altersstruktur der Betriebe und die immer stärker werdende Absatzkrise haben über 100 Betriebe den Anbau total aufgegeben.
1986 Die Museumspädagogin Sabine Kübler übernimmt die Leitung des Rosenmueseum nach dem Tod von Leopold Gaffrey (+1985). In den kommenden Jahren wird das Museum von Grund neu saniert.
1987 Großes Feuerwehrfest in Steinfurth zum 50jährigen Jubiläum der Freiwillgen Feuerwehr Steinfurth.
1989 Renovierung des Herrenhauses von Löw und Neueröffnung als Hotel.
1990 Das neue Rosenmuseum wird als der Welt einziges Spezialmuseum zur Darstellung der Kulturgeschichte der Rose wiedereröffnet.
1990 Die An- und Verkaufsgenossenschaft fusioniert mit der Genossenschaft Pflanzen-Kontor.
1991 Die Poststelle in Steinfurth wird in die Södeler Straße 1a verlegt.
1993 Jubiläum 125 Jahre Steinfurther Rosen.
1994/95 Erschließung des Neubaugebiets am Ölberg 2 mit 177 Wohneinheiten.
1995 Der Heimat- und Geschichtsverein Steinfurth "Die Rosisten" wird gegründet.
1997 Renovierung der Kirche.
2002 Bau eines Radwegs zwischen Bad Nauheim und Steinfurth.
2003 Die Gebäude der Rosen-Union eG in der Hauptstraße 25 werden an Konrad Hofmann verkauft der dort ab sofort Schnittblumen anbietet. Die Produktion der Rosen-Union eG zieht in einen Hallenanbau zur schon bestehenden Versandhalle in der Bad Nauheimer Straße 47.
2003 Die Rosenbaumschule Gönewein wird nach 75jähriger Tätigkeit von Manuela Dräger übernommen.
2003 Nachdem das Rosenmuseum drei Jahre wegen Umbauarbeiten geschlossen hatte, wird der neuerbaute Anbau vom Rosenmuseum am 07. September eröffnet. Auf einer Gesamtfläche von 180 Quadratmetern werden jetzt noch mehr Exponate angeboten.
2003 Die Wetterauer Volksbank fusioniert mit der Volksbank Gießen zur "Volksbank Gießen-Friedberg eG".
2004 Der Parkplatz am Sportplatz an der Wetter wird neu gepflastert und schöner hergerichtet. Zudem werden dort Schaukästen mit Informationen rund um Steinfurth aufgestellt.
2004 Ausbau und Verbreiterung der Straße zwischen Bad Nauheim und Steinfurth, Fertigstellung rechtzeitig zum Steinfurther Rosenfest 2004.
2005 Vier Vereine in Steinfurth feiern Jubiläen: Der Turnverein 100 Jahre, der Sportverein 75 Jahre, die Kleintierzüchter 75 Jahre und der Heimat- und Geschichtsverein 10 Jahre.
2005 In Steinfurth findet zum 75-jährigem Jubiläum des Kleintierzuchtvereins die erste hessische Meisterschaft im Hühnerrennen statt.
2005 Die Grundschule Steinfurth wird zum Schulfest offiziell "Rosendorfschule" getauft.
2006 Das Neubaugebiet "Am Welchgraben" östlich des Dorngrabens wird neu erschlossen

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